Samstag, 06. März 2021
Notruf: 112

 

Trügerisches Eisvergnügen. Begib dich nicht auf dünnes Eis!!

Die kalten Temperaturen der vergangenen Tage haben dazu geführt, dass sich auf den Gewässern unserer Gemeinde eine Eisschicht gebildet hat. Vielerorts sind Eisflächen nicht tragfähig, wodurch beim Betreten unmittelbare Lebensgefahr besteht. Aufgrund der niedrigen Wassertemperaturen verliert ein ins Eis eingebrochener Mensch innerhalb kürzester Zeit das Bewusstsein und läuft Gefahr zu ertrinken. Ihre Feuerwehr warnt daher eindringlich vor dem Betreten von nicht tragfähigen und freigegebenen Eisflächen!

Was tun, wenn man selbst im Eis einbricht?

  • Laut um Hilfe rufen!
  • Ist man allein unterwegs und eingebrochen, sollte man sich nicht mehr als nötig bewegen, um so wenig Körperwärme wie möglich zu verlieren. Das Wasser ist an der Nullgradgrenze. Daher kann Bewusstlosigkeit schon nach wenigen Minuten eintreten. Danach hat man keine Kontrolle mehr und ertrinkt.
  • In jedem Fall vermeiden, dass man unter das Eis gerät.
  • Bei einer dünnen Eisdecke das Eis so weit abbrechen, bis es trägt, sich dann in Bauch- oder Rückenlage flach auf das Eis hochziehen und auf dem Bauch zum Ufer kriechen. Durch die Verteilung des Körpergewichts auf eine größere Fläche vermeidet man ein weiteres Einbrechen.

Was tun, wenn man jemand anderen retten will?

  • Die Person beruhigen und deutlich machen, dass man Hilfe holt.
  • Sofort Hilfe rufen, am besten über Handy. Notruf Nummer 112 und 110. Stichworte sind: Was ist passiert und wo ist der Unfallort? Je genauer die Angaben, desto schneller kommt Hilfe. Wie lange ist die Person schon im Eiswasser?
  • Dem Eingebrochenen niemals aufrechtstehend, sondern auf dem Eis liegend helfen, da die Gefahr besteht, selbst einzubrechen.
  • Dem Eingebrochenen niemals die Hand reichen, da man selbst ins Wasser rutschen könnte. Dem Verunglückten nur mit einem festen Gegenstand helfen, den man auch loslassen kann, zum Beispiel Äste, ein Kleidungsstück, das kann auch ein Schal sein oder ein Abschleppseil.
  • Den Verunglückten am Ufer ruhig lagern und zudecken. 
  • Ist die betroffene Person bewusstlos und hat eine normale Atmung, soll sie in die stabile Seitenlage gebracht werden. Hat die bewusstlose Person keine normale Atmung, muss sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden, bis der Rettungsdienst eintrifft.
  • Die nasse Kleidung des Eingebrochenen erst zusammen mit den Mitarbeitern vom Rettungsdienst abnehmen.

Eisflächen auf natürlichen Gewässern sollten besser gemieden werden. Wer dennoch Wintersport auf dem Eis treiben möchte, sollte grundsätzlich nur an bewachten Gewässern tun.

Gerade Kinder können diese Gefahr oft nicht erkennen und nicht richtig einschätzen, da die dünnen Eisflächen schon recht stabil aussehen und am Ufer das Gewicht der Kinder halten können. Wagen sich die Kinder jedoch nur wenige Meter weiter auf die
Eisflächen, kann auch für sie das Eis zur tödlichen Gefahr werden.

Eltern sollten unbedingt ihre Jüngsten vor den Gefahren des Eises warnen und aufklären. Tauwetter kann die Tragfähigkeit des Eises schnell beeinträchtigen, Wasserflecken und Verfärbungen können Hinweise auf brüchige Stellen geben. Dunkle Stellen zeigen an, dass die Eisdecke dort noch zu dünn ist.

Wenn es zu einem Einbruch kommt, bleiben nur wenige Minuten, um sich aus dem
kalten Wasser aufs Eis zu retten. Auch ein Erwachsener mit guter Kondition hat sonst keine Chance zu überleben. Wichtig ist, sich auf der Eisfläche liegend und mit gespreizten Armen und Beinen ans Ufer zu bewegen.

Kommt es zu einer Eisrettugn müssen wir uns entsprehend sichern und Maßnahmen treffen um weiteres Einbrechen zu verhindern, wie auf dem Bild dargestellt.

Eisrettung

 

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